Wettbewerb Grand Hotel Toblach // 1. Preis
Vergissmeinnicht // Bruneck

Bäuerliche Architektur prägen die Landschaft und sind Zeugnis der Alltagskultur: Sarntal ist eine Höfelandschaft und die Bauernhöfe sind jene Bauten, die das Tal prägen. Aufgabe ist es das Alte zu bewahren und Neues so hinzuzufügen als wäre es immer schon dagewesen. Das Neue muss sich einfügen in die Kulturlandschaft und sich zurücknehmen - nicht dominant im Vordergrund stehen in ungewohnter Form, greller Farbe oder ortsfremdem Material: es gilt die Verbindung zu schaffen zwischen Altem und Neuem, das Neue zu integrieren und in Beziehung zu bringen zum Ort und zur Landschaft - wenn Neues, dann muss dieses zur Aufwertung des Ortes und der Kulturlandschaft beitragen, nicht diese zerstören.

Am Hofmannanger – ein neu gebautes Neues, das in das Gelände eindringt ohne dessen Beschaffenheit zu verändern. Unter strengster Beibehaltung der vorgefundenen Topografie wird das Projekt aus der gewachsenen Landschaft herausmodelliert, keine der ortsüblichen, in Reinswald beinahe schon ortstypischen Geländestützmauern, kein offen im Feld angelegter Parkplatz, keine Terrasse im Gelände - nicht einmal ein künstlich angelegter Garten stören die Topografie. Lediglich ein Feldweg führt zum kompakten, ruralen Baukörper. Das Projekt wächst aus dem Gelände und steht in der Landschaft als hätte es immer schon dort gestanden - wie ein Heuschuppen auf der Wiese. Das Projekt setzt sich mit dem sensiblen landschaftlichen Umfeld auseinander, die gewählte Bautypologie nähert sich dabei der Typologie der umliegenden Gebäude ohne diese nachzuahmen: das Projekt spiegelt ein ausgeglichenes Verhältnis von Tradition und Innovation wieder

Holz kontrastiert mit in sägerauer Holzschalung gegossenem Sichtbeton. Dem Grundsatz der ortsbezogenen Materialverwendung Rechnung tragend entstammt der gesamte Holzbedarf aus Bauherrnbesitz – heimische sägeraue Zirbe. Die Bäume wurden zur richtigen Mondphase geschlagen, den Notwendigkeiten folgend eingeschnitten und nach ihrer Bearbeitung in den Werkstätten in Sichtweite ihres Wuchsgebietes wieder und unbehandelt am und im Haus verbaut.  

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Am Hofmannanger // Sarntal
Wettbewerb Mehrzweckhallen Völlan // 1. Preis
Sternbach Interior Stories // Bruneck

FEUERWEHRHAUS // LAJEN

das PROJEKT:  ein aus ORGANISATION und FUNKTION heraus entwickeltes Gebäude
PRAGMATISCH aus der vorgefundenen TOPOGRAFIE  herausmodelliert - klar abgegrenzt im Landschaftsraum.

Die Anlage - zeichenhaft in das Gelände gesetzt, horizontale Mauern strukturieren die Topografie akzentuiert durch den vertikal aufsteigenden TURM. 
Der streng in das Gelände gezeichnete Baukörper vermittelt SICHERHEIT. Beinhaltet SCHUTZFUNKTIONEN: entsprechend kraftvoll die Geste, entsprechend stark die Präsenz - und die Materialwahl. BETON. mit in Lajen abgebauten Grödner Porphyrzuschlägen versehener gestockter SICHTBETON. vermittelt Ortsbezug. 

Unterirdisch die geforderten FUNKTIONEN für die Feuerwehr Lajen - ein ZWECKBAU pragmatisch auf das Wesentliche reduziert. 

Auf dem Dach der KINDERSPIELPLATZ. Die hochgezogene Dachkante ist Absturzsicherung. Der den Kindern vorbehaltene Bereich ist von drei Seiten erschlossen: den NASSENWEG begleitend führt eine eben angelegte Rampe Behinderten- und Kinderwagengerecht auf das DACH der Feuerwehrhalle. Das Dach ist bis auf die hochgezogene Dachkante begrünt. Steiler aber noch befahrbar steigt nach der Einfahrt in den Rangierplatz der Zufahrtsweg zum Kinderspielplatz. Vom MITTERWEG kommend führt bereits bestehend eine Verbindung in den Bereich Kinderspielplatz und Spielwiese.

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Wettbewerb Feuerwehrhaus Lajen // 1. Preis

Die Anordnung der einzelnen neuen Funktionen ergibt sich aus der Grundrissform des Bestandes: Während sich die große Ausstellungsfläche sowie die 4 neuen Arbeitsplätze im vorderen, der Straße und dem Tageslicht zugewandten Teil des Lokals befinden, begleitet die Bibliothek den Kunden in den hinteren Bereich zu einer weiteren Ausstellungsfläche und zum Lichtlabor.

Die bereits vorhandene Rasterdecke (Rastermaß 11x11cm) wurde freigespielt und vom bestehenden Ballast befreit. Ihre Struktur spiegelt sich in den wesentlichen Teilen der Möblierung wieder, das Grundraster der Einrichtung hat exakt das dreifache Rastermaß der Decke.

Der Holzboden wurde entfernt, der darunter liegende Estrich freigelegt und anschließend geschliffen sowie hydrophobiert.

Die gesamte Einrichtung wurde eigens für dieses Projekt entworfen und besteht ausschließlich aus 20mm starken, schwarz durchgefärbten MDF-Platten.

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Lichtstudio Eisenkeil // Bruneck